» Absolventen des Sommersemesters 2010 verabschiedet

Sechzehn Studierende der ARS Rheine haben ihr Ziel erreicht, den Mittleren Bildungsabschluss (früher: Fachoberschulreife), neun davon mit Qualifikationsvermerk. Ein lebendiger, diskussionsfreudiger Jahrgang verlasse die Schule, wie die Semesterleiterinnen mit einem leichten Bedauern feststellen. Aber man begegne sich ja wieder, spätestens zum Sommerfest der Schule im September im Walshagenparkfest.

Fünf Studierende streben das Abitur an Berufskolleg oder Abendgymnasium an, elf möchten eine Berufsausbildung beginnen oder sich an einer privaten Fachschule weiter qualifizieren. Die gute Arbeitsatmosphäre und die gegenseitige Unterstützung, aber auch der Spaß im Unterricht, bei diversen Studienfahrten und gemeinsamen Unternehmungen hätten dazu beigetragen, die vier Semester bis zum erfolgreichen Abschluss durchzustehen, äußern Studierende. Viele Freundschaften sind entstanden, die über die Zeit an der ARS hinaus gehen werden.

Natürlich gab es auch Tiefpunkte, vor allem, wenn man abends bis 22.00 Uhr in der Schule sitzt, während die Freunde sich irgendwo vergnügen, oder wenn man morgens zu Hause bleiben muss, weil der Babysitter ausfällt. Aber alle Schwierigkeiten wurden gemeistert, hauptsächlich durch eigenes Wollen oder wie ein Studierender sagt: „Man muss dann mal die Zähne zusammenbeißen und Stärke und Charakter zeigen.“

Die Schulleiterin, Christiane Beckmann-Veerkamp, verabschiedete die Studierenden als „Generation D“ bei einer Feier in einer Rheinenser Gaststätte. Das D stehe dabei für ein vereintes Deutschland, für Demokratie, für Durchsetzungsvermögen, Dynamik und Diskussionsfähigkeit, aber auch für Dankbarkeit einem Leben gegenüber, das ihnen mehr Gestaltungsmöglichkeiten lasse als den meisten anderen jungen Menschen dieser Welt. Zum Schluss gab sie ihnen noch den Rat mit auf den Weg, bereit und offen für Neues zu sein und zu bleiben, denn in unserer Gesellschaft sei das, was man heute lerne, morgen schon nicht mehr aktuell.

Die Studierendensprecher sorgten mit ihren Beiträgen, in denen sie sich selbst karikierten, für große Belustigung und wiedererkennendes Lachen.