» Exkursion zu einem Bauernhof am 10.01.2018




Der Erdkunde WP-Kurs von Doris Plumpe hatte sich im Unterricht mit dem Thema Landwirtschaft in Deutschland beschäftigt. Dabei wurden die idyllischen Bilder mit niedlichen Jungtieren und Heuernte genauso diskutiert wie die heutige Massentierhaltung und der Einsatz von Insektiziden auf den Feldern. Um sich ein Bild vom tatsächlichen Alltag eineslandwirtschaftlichen Betriebs zu machen, besuchte der Kurs einen Bauernhof in Dreierwalde.

Nach der freundlichen Begrüßung der Bauernfamilie wurden erst einmal Überzieher für die Schuhe ausgeteilt. Der Grund war nicht der Schutz des Schuhwerks vor Schmutz, sondern der Schutz der Tiere vor möglichen anhaftenden Keimen und Verunreinigungen.


Etwa 50 Kühe erwarteten die Schülerinnen und Schüler im Kuhstall. Entgegen aller Erwartungen war der Geruch eher angenehm und die Atmosphäre ruhig und entspannt. Die Kühe bewegen sich frei im gesamten Stallbereich und betrachteten neugierig die Gäste. Aufsehen erregte der Melkroboter, zu dem die Kühe sich in einer Warteschlange anstellen. Sind sie an der Reihe, liest der Roboter zunächst die Daten der Kuh aus. Anschließend werden sie automatisch gesäubert und gemolken. Die durchschnittliche Leistung einer Kuh beträgt 30 Liter pro Tag. Die Milch wird sofort gekühlt und für die Abholung durch die Molkerei in einen Tank gefüllt. Für die „Sauberkeit im Stall“ sorgt ein automatischer Spaltenreiniger, der ähnlich einem automatischen Wischmopp die Hinterlassenschaften der Kühe beseitigt. Die Bauernfamilie beantwortete geduldig und ausführlich die vielen Fragen der Schüler. Erst nach mehr als einer Stunde und einer Kostprobe der frisch gemolkenen Milch verließen die Schülerinnen und Schüler den Bauernhof.